Donnerstag, 4. Februar 2010

Die ersten Tage


Was soll ich sagen? Kingston ist laut, heiß, schön, überraschend, unberechenbar und einfach toll, eigentlich kann mans schwer beschreiben. Ich hab mich einigermaßen an die Hitze gewöhnt, einigermaßen, das denken fällt mir trotzdem manchmal schwer :).

Mittlerweile habe ich auch schon drei verschiedene High Schools in Kingston kennen gelernt, und mit einer europäischen Schule braucht man gar keinen Vergleich anstellen. Die Einrichtung sieht so aus als ob sie großteils noch aus den 60ern stammt, die Tafeln sind einfach die schwarz angemalte Wand und von Computern ist weit und breit keine Spur, nicht mal in den Büros der Verwaltung.

Da wir eher an untere Schichten appellieren mit unserem Programm, sind die High Schools auch in dementsprechenden Regionen von Kingston, was zu einigen Problemen für mich führt, da die Kinder dort vorwiegend Patois sprechen, was ich bis jetzt noch nicht wirklich gut verstehen kann. Die Kinder sind auch jedesmal fasziniert von mir, heute sind 3 Mädchen bei mir vorbeigegangen die unbedingt meine Haare anfassen wollten, obwohl ich auch sehr dunkle habe.

Eine Wohnung bei einer niedlichen, alten Jamaikanerin hab ich auch gefunden, sie ist ein bisschen überteuert, aber dafür in einer guten Gegend und inklusive Wasser, Strom, Internet und Essen. Morgen gehts das erste mal ab ins Nachtleben von Kingston, bin schon seeehr gespannt.

Samstag, 30. Januar 2010

Die Ankunft


17 Uhr abends, 29 °C und ein Wollpullover, so bin ich aus dem Flugzeug ausgestiegen. Ich hab gleich das erstbeste Taxi genommen, da sowieso hunderte dort stehen, und für 25 Euro gings ab in die University Crescent. Der Taxifahrer hat gleich mal eine CD mit einer Auswahl seiner Lieblingsreggeasongs eingeworfen und volle Lautstärke aufgedreht.

Bei der Fahrt sind wir auch durch ein paar Slums gefahren, was ziemlich erschreckend war, denn die Polizei ist vor allem dort mit großen Maschinengewehren auf Patroulle.

Bei meiner Couchsurferin angekommen, habe ich gleich mal den Schlüssel fürs Haus (das keine Fenster sondern nur Gitter hat) bekommen und Nathalie ist ausgegangen. 20 Minuten später kamen Nickeisha, Earl und Charles zu Besuch, ein paar von meinen KollegInnen. Alle noch Studenten und zwischen 22 und 26 Jahren alt. Sie haben mich gleich in ein Einkaufszentrum entführt und mir original jamaikanisches Fastfood serviert, war ganz gut.

Wir haben ein bisschen über die Arbeit gesprochen, aber wirklich nur ein bisschen, denn das viel interessantere Thema, wie Nickeisha fand, war was wir alles an den Wochenenden und am Abend unternehmen werden, denn Kingston hat anscheinend eine ganze Reihe toller Clubs, Festivals und Veranstaltungen zu bieten. Ganz begeister waren sie davon, dass ich auch während des Carnevals hier sein werde, der im April stattfindet....

Sie hat mir auch gesagt, dass wenn man ein bisschen aufpasst, die Kriminalität kein Problem darstellt, und mir garantiert, dass ich solange ich hier bin keine Schießerei sehen werde.

Das Fazit dieser ersten paar Stunden: Es ist heiß hier, die Leute sind super freundlich und nett, und der Jet-Lag ist ein Mythos und ich hab gezählte 13 mal Jo Mann in meinen Gesprächen gehört.

Die Reise


Hey, für alle dies interessiert!

Die Reise war ganz ok, außer die 18 Stunden Aufenthalt auf dem ausgestorbenen Flughafen von London-Gatwick. Wenn man versuchen will auf den Bänken zu schlafen, bitte neben keine Spanische Reisegruppe legen, die waren einfach nur nervig und haben keine Ruhe gegeben!

Meine Rettung war dann die tolle "Multi-Faith Chapel" in der ich mich entschlossen habe den allmächtigen Morpheus - Gott des Traumes - anzubeten.

Jedenfalls hab ich es dann irgendwann auch mal in den Flieger geschafft und ab gings in die Karibik, der Flug war ganz ok, jeder hatte seinen eignen Fernseher im Sitz des/der Vordermannes/Voderfrau. Mitten über dem Atlantik hatten wir dann so starke Turbulenzen, das ich dachte ich musste sterben, ging aber auch vorbei. Und wir landeten sicher in Kingston wo ich gleich mit einer Zollbeamtin Freundschaft schloss.