
17 Uhr abends, 29 °C und ein Wollpullover, so bin ich aus dem Flugzeug ausgestiegen. Ich hab gleich das erstbeste Taxi genommen, da sowieso hunderte dort stehen, und für 25 Euro gings ab in die University Crescent. Der Taxifahrer hat gleich mal eine CD mit einer Auswahl seiner Lieblingsreggeasongs eingeworfen und volle Lautstärke aufgedreht.
Bei der Fahrt sind wir auch durch ein paar Slums gefahren, was ziemlich erschreckend war, denn die Polizei ist vor allem dort mit großen Maschinengewehren auf Patroulle.
Bei meiner Couchsurferin angekommen, habe ich gleich mal den Schlüssel fürs Haus (das keine Fenster sondern nur Gitter hat) bekommen und Nathalie ist ausgegangen. 20 Minuten später kamen Nickeisha, Earl und Charles zu Besuch, ein paar von meinen KollegInnen. Alle noch Studenten und zwischen 22 und 26 Jahren alt. Sie haben mich gleich in ein Einkaufszentrum entführt und mir original jamaikanisches Fastfood serviert, war ganz gut.
Wir haben ein bisschen über die Arbeit gesprochen, aber wirklich nur ein bisschen, denn das viel interessantere Thema, wie Nickeisha fand, war was wir alles an den Wochenenden und am Abend unternehmen werden, denn Kingston hat anscheinend eine ganze Reihe toller Clubs, Festivals und Veranstaltungen zu bieten. Ganz begeister waren sie davon, dass ich auch während des Carnevals hier sein werde, der im April stattfindet....
Sie hat mir auch gesagt, dass wenn man ein bisschen aufpasst, die Kriminalität kein Problem darstellt, und mir garantiert, dass ich solange ich hier bin keine Schießerei sehen werde.
Das Fazit dieser ersten paar Stunden: Es ist heiß hier, die Leute sind super freundlich und nett, und der Jet-Lag ist ein Mythos und ich hab gezählte 13 mal Jo Mann in meinen Gesprächen gehört.
